• Rocco Clark

#BotAngriffe kosten schnell halbe Mio. Dollar

Betrügerische Bots werden immer raffinierter und können Kunden beispielsweise ihre finanziellen Infos abluchsen. 2019 hat ein Viertel der US-Firmen durch solche Angriffe Verluste in diesem Ausmaß erlitten.


Das zeigt eine Studie von Atomik Research im Auftrag der US-Cybersecurity-Firma Kount.


"Zu jedem Zeitpunkt angreifen"


"Eine wachsende Zahl ausgeklügelter Bots kann zu jedem Zeitpunkt der Kundenerfahrung angreifen und dabei viele Probleme auslösen. Sie können die Infrastruktur attackieren und digitale Geschäfte sabotieren, Infos über Konsumenten stehlen, wichtige Funktionen einfrieren, die Produktivität verringern oder die Kundenerfahrung stören. Einer Marke fügt das oft schweren Schaden zu", heißt es von Kount.


Atomik Research hat für die Studie Mitarbeiter von E-Commerce-Unternehmen in den USA befragt, die in den Bereichen Kundenerfahrung, Betrugsprävention, Finanzen und Management tätig sind. Dabei hat sich herausgestellt, dass ein Großteil der Firmen selbst Bots verwendet, die bei Transaktionen helfen sollen. Jedoch haben 80 Prozent schon Einnahmen durch bösartige Bots verloren.


Alte Software stoppt Bots nicht


Mehr als die Hälfte der Firmen haben in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 50 Bot-Angriffe erlebt. Ein Viertel hat nur durch eine dieser Attacken Verluste von etwa 500.000 Dollar gemacht. Bei zwei von drei haben Bots zumindest 100.000 Dollar gekostet. In einem Drittel der Fälle wird so ein Angriff erst nach drei bis fünf Stunden entdeckt.


Laut Kount kann ältere Erkennungssoftware schädliche Bots mittlerweile kaum noch aufhalten. Zwar sehen sie, dass es sich um Computerprogramme handelt, jedoch können sie das Risiko, das sie darstellen, nicht mehr erkennen. Bots werden zunehmend besser programmiert und können oft sogar Menschen täuschen. Ein Großteil der US-Unternehmen will deswegen im kommenden Jahr neue Software kaufen.

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