#CoronaKrise: Immer mehr Gamer

Bereits jeder Zweite in Deutschland spielt mehr und kommt auf sieben Stunden pro Woche.



Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen haben das Spieleverhalten von Computer- und Videospielern in Deutschland deutlich intensiviert. Laut einer neuen Umfrage des Berliner Digitalverbands BITKOM unter 1.195 Menschen ab 16 Jahren spielen 55 Prozent seither mehr - im Schnitt sieben Stunden pro Woche zusätzlich zum normalen Zeitbudget.


Ausgaben steigen merklich


Laut der Erhebung sind zudem viele Gamer bereit, mehr Geld für Computer- und Videospiele auszugeben. Lagen die durchschnittlichen Ausgaben pro Monat vor Corona bei 15 Euro, liegen sie nun bei durchschnittlich 24 Euro. Bei den Jüngeren fällt der Ausgabenanstieg besonders groß aus: von 22 Euro pro Monat auf 34 Euro. Die 30- bis 49-Jährigen geben aktuell 19 Euro pro Monat fürs Gaming aus, vor Ausbruch der Corona-Pandemie waren es noch elf Euro. Bei den 50- bis 64-Jährigen beträgt der Anstieg fünf Euro: von zwölf Euro vor Corona auf 17 Euro seit Corona. Bei der Generation 65 plus haben sich die monatlichen Ausgaben von sechs auf zehn Euro erhöht.


Insgesamt sagt jeder zweite (49 Prozent) Nutzer, ohne Video- und Computerspiele wäre ihm während der Corona-Krise die Decke auf den Kopf gefallen. Jedem dritten Gamer (31 Prozent) haben gemeinsame Online-Spiele geholfen, während der Krise Kontakt zu Freunden und Bekannten zu halten. Bereits fast jeder Zweite (46 Prozent) spielt zumindest gelegentlich Video- oder Computerspiele. Diese Zahl ist im Vergleich zu den Vorjahren erneut gestiegen: 2019 waren es noch 43 Prozent, 2018 42 Prozent. Bei den unter 30-Jährigen spielen aktuell sogar drei Viertel (75 Prozent) Video- und Computerspiele - und zwei Drittel (66 Prozent) bei den 30- bis 49-Jährigen. Unter den 50- bis 64-Jährigen spielt jeder Dritte (33 Prozent), 13 Prozent sind es bei den Senioren über 65 Jahren.


"Fest in Gesellschaft etabliert"


Zugleich ist Gaming bei Männern (49 Prozent) und Frauen (44 Prozent) gleichermaßen beliebt. "Gaming hat sich in der Gesellschaft fest etabliert. Diese Entwicklung setzt sich auch 2020 weiter fort", sagt BITKOM-Präsidiumsmitglied Olaf May. Fast alle Spieler (98 Prozent) nutzen bereits mindestens ein tragbares Gerät zum Spielen. 81 Prozent verwenden ein Smartphone zum Spielen, 77 Prozent einen Laptop und 62 Prozent ein Tablet. Mehr als jeder Zweite (56 Prozent) spielt mit einer Konsole, die auch oder ausschließlich mobil nutzbar ist.


Erst dahinter folgen rein stationäre Geräte wie die stationäre Spielkonsole (54 Prozent) oder der Desktop-PC, den nur noch 44 Prozent zum Spielen nutzen - dieser Wert ist in den vergangenen fünf Jahren deutlich gesunken (2015: 69 Prozent). "Mobile Gaming ist kein Trend, sondern eine konsequente Entwicklung. Größere Displays und leistungsstärkere Geräte machen das mobile Spieleerlebnis immer attraktiver. Technologien wie 5G werden ortsungebundenes Gaming weiter fördern", so May. Zunehmend etabliere sich auch die Virtual-Reality-Brille bei den Gamern (26 Prozent).

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