#Coronavirus sorgt für Preiseinbruch

Ausgaben werden immer geringer - Inflationsraten zunehmend negativ



Die Coronavirus-Krise drückt in der EU die Preise und sorgt für negative Inflationsraten. In Deutschland lag die Inflation im Juni bei lediglich 0,9 Prozent. Durch diese Entwicklung sind die Umsätze von Unternehmen gefährdet, wodurch eine Deflation und eine langfristige Finanzkrise drohen. Davor warnt eine Analyse des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW)


"Nur auf den ersten Blick vorteilhaft"


"Fallende Preise sind nur auf den ersten Blick vorteilhaft für Konsumenten. Wer davon ausgeht, dass die Preise weiter fallen, schiebt alle Käufe auf, die nicht dringend notwendig sind", erklärt Markus Demary, Senior Economist für Geldpolitik und Finanzmarktökonomik beim IW.

Darunter würde die Wirtschaft dauerhaft leiden.

Der Analyse des IW zufolge haben 14 EU-Länder im Mai eine negative Inflationsrate verzeichnet. Aufgrund der Pandemie sinken die Ausgaben stärker als die Einkommen. Das zeigt die Sparquote der deutschen Haushalte: Im vierten Quartal 2019 sparten sie noch etwa 18 Prozent ihres verfügbaren Einkommens, im ersten Quartal 2020 waren es schon 24 Prozent.


Preiseinbrüche in Europa


Dieser Trend beschränkt sich nicht auf Deutschland, in Österreich stieg die Sparquote im gleichen Zeitraum um neun Prozent, in Frankreich sogar um elf Prozent. Die mangelnde Nachfrage sorgt in der ganzen EU vor allem im Tourismus und in der Gastronomie für Preiseinbrüche. In Griechenland sanken die Preise im Juni um 1,7 Prozent, auf Zypern um 2,5 Prozent.


Das IW warnt vor dem dadurch schrumpfenden Einkommen von Unternehmen. Die Europäische Zentralbank versuche momentan, mit einer sehr expansiven Geldpolitik eine Deflation zu vermeiden. Die Analysten sehen Hoffnung für die Zukunft, weil sich die Ausgaben mit dem Ende der Pandemie wieder erholen würden.


Quelle pte

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