• Keven Nau

#Einzelhandel macht ein Drittel weniger Umsatz

Deutsche innerstädtische Einzelhändler haben in der dritten Novemberwoche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum durchschnittlich ein Drittel ihres Umsatzes eingebüßt.



esonders schwer erwischen die Folgen der neuen Ausgangsbeschränkungen Kleidungsgeschäfte. Sie haben 40 Prozent ihres Umsatzes verloren, zeigt eine Erhebung des Handelsverbands Deutschland (HDE)


Einzelhändler in Existenznot


"Der Teil-Lockdown hinterlässt tiefe Spuren. Die Kunden kommen nicht mehr in gewohnter Zahl in die Stadtzentren. Das ist insbesondere im für die Händler für gewöhnlich umsatzstarken Weihnachtsgeschäft für viele Unternehmen existenzbedrohend", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Viele Einzelhändler seien jetzt auf staatliche Hilfe angewiesen.


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Der HDE hat eine Umfrage unter 580 Einzelhändlern in Innenstädten durchgeführt. Die Geschäfte verzeichneten in der dritten Novemberwoche um 40 Prozent weniger Kunden als im Vergleichszeitraum 2019. Besonders Kleidungsgeschäfte können sich kaum noch über Wasser halten. Laut Genth geraten Einzelhändler schon bei Umsatzeinbußen von 20 Prozent in Existenznot.


"Innenstädte unwiederbringlich verloren"


Wenn die Politik jetzt nicht zeitnah mit Hilfsprogrammen eingreift, dann überschreiten wir den Kipppunkt, ab dem viele Händler nicht mehr zu retten sein werden. Dann wären auch viele Innenstädte unwiederbringlich verloren", warnt Genth. Die Bundesregierung müsse dem Einzelhandel mehr unter die Arme greifen. Die Kriterien bei den Überbrückungshilfen sollten so angepasst werden, dass auch Händler mit ihren traditionell geringen Margen davon profitieren können. Bisher seien die Vorgaben für den notwendigen Umsatzverlust zu hoch angesetzt.