#Herzerkrankung: Albträume erhöhen Risiko

Vor allem Menschen, die unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden und deshalb oft schlechte Träume haben, sind von kardiovaskulären Erkrankungen gefährdet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Duke University.




"Unabhängiger Einfluss"


"Es wurde lange angenommen, dass der Zusammenhang zwischen PTSB und Herzerkrankungen nur an dem ungesunden Verhalten von traumatisierten Menschen liegt. Unsere Ergebnisse legen aber nahe, dass Schlaf dabei eine wichtige Rolle spielt und dass Albträume einen unabhängigen Einfluss haben", erklärt Studienleiterin Christi Ulmer.


Für die Studie hat das Forschungs-Team Daten von 3.468 US-Militärveteranen herangezogen. Etwa 65 Prozent von ihnen waren in Kampfhandlungen verwickelt. Rund ein Drittel der Veteranen gab an, zumindest zweimal pro Woche Albträume zu haben. Ungefähr genauso viele wiesen Merkmale von PTSB auf. 41 Prozent haben Schlafstörungen. Ungefähr jeder Dritte kämpft mit Herzkrankheiten oder Bluthochdruck.


Traumtherapie gut fürs Herz


Laut den Forschern haben Albträume neben PTSB, Depressionen und Tabakkonsum einen eigenen, isolierten Einfluss auf die Gesundheit von traumatisierten Menschen. Demnach ist es Ulmer zufolge möglich, dass die spezifische Behandlung der schlechten Träume einen positiven Einfluss auf Herz und Blutkreislauf haben kann.

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