#Industrie: Entkommen aus dem "Produktionstal"

Steigerung in kommenden drei Monaten erwartet. Die Getränkehersteller sind besonders zuversichtlich.



Die deutsche Industrie rechnet in den kommenden drei Monaten mit einer starken Steigerung ihrer Produktivität. Nach der Corona-Krise ist der Bereich wieder optimistisch. Im Juli hat sich die Stimmung in der Branche im dritten Monat in Folge verbessert, wie eine Konjunkturumfrage des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München (ifo) zeigt.


Entkommen aus "Produktionstal"


Der ifo-Produktionsindikator, der die Stimmung in der herstellenden Branche misst, liegt im Juli bei plus 14,7 Punkten. Noch im Juni lag dieser Wert bei plus 4,4 Punkten. "Die Industrie arbeitet sich weiter aus ihrem Produktionstal", kommentiert Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. Vor allem in der Getränkeherstellung wird die Produktivität ansteigen, hier liegt der Index bei plus 31 Punkten im Vergleich zu plus 19 Punkten im Juni.


Ebenfalls optimistisch geben sich die Pharma-Industrie mit plus 23 Punkten im Vergleich zu plus zwölf Punkten im Juni sowie die chemische Industrie (plus 19 Punkte im Juli, plus neun Punkte im Juni). Aus einer tief pessimistischen Phase hat sich die Bekleidungsindustrie befreit, hier lag der Index im Juni noch bei minus 33 Punkten, im Juli dagegen bei plus zwölf.


Pessimismus im Maschinenbau


Die Zuversicht in der Automobilindustrie ist dagegen wenig gestiegen. Zwar lag der Index schon im Juni bei plus 49 Punkten, er hat sich aber im Juli nur auf plus 51 erhöht. Noch immer pessimistisch gibt sich der Bereich des Maschinenbaus. Hier liegt der Index im Juli bei minus zwölf Punkten, obwohl das im Vergleich zu den minus 25 Punkten im Juni eine Verbesserung darstellt.

Abonnieren Sie unseren Newsletter