• Keven Nau

#Lauterbach: Ministerpräsidenten werden bundesweit 2G beschließen

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass sich Bund und Länder auf flächendeckende 2G-Regeln für ganz Deutschland einigen werden.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach | Bild: karllauterbach.de
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach | Bild: karllauterbach.de

Dem Nachrichtensender "Welt" sagte Lauterbach: "Ich hoffe, dass wir uns dann darauf einigen, möglichst flächendeckend eine 2G-Regelung, die wir auch kontrollieren werden, einzuführen. Von allem, was wir derzeit machen können, hätte das die größte Wirkung."


Ein Scheitern von 2G am Widerstand einzelner Bundesländer sei nicht zu erwarten, glaubt Lauterbach: "Ich glaube, die Länder werden hier mitziehen, die Länder sehen, dass der Gong jetzt wirklich zu hören ist, die Länder sehen ja auch, in welche andere Situation wir kommen. Wenn wir das jetzt nicht machen, dann haben wir innerhalb von drei oder vier Wochen eine katastrophale Situation, wie wir sie im Verlauf der Pandemie bisher noch nicht gehabt haben. Daher rechne ich nicht damit, dass die Länder sich hier sperren, ich denke, wir werden ein gutes Ergebnis hier am nächsten Donnerstag haben."


Natürlich müsse man auch weiter Boosterimpfungen vorantreiben und 3G am Arbeitsplatz durchsetzen, so Lauterbach, entscheidend sei aber 2G: "Die 2G-Regelung,so breit wie möglich, mit echter Kontrolle - das ist das Wichtigste."


Ministerpräsidenten beraten am 18. November über Corona-Regeln


Die Ministerpräsidentenkonferenz kommt am 18. November zusammen, um über die Corona-Lage zu beraten - und womöglich bundesweit einheitliche Regeln. Das teilte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag mit, der die Einladung ausgesprochen hat. "Im Einvernehmen mit der Bundeskanzlerin und der SPD-Seite", wie er sagte.


Die Corona-Lage spitze sich immer weiter zu. "Das kann uns nicht kalt lassen", sagte Wüst. Und weiter: "Bund und Länder haben gemeinsam die Verantwortung für ein wirksames und abgestimmtes Vorgehen."





Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) gab es innerhalb von 24 Stunden 50.196 Corona-Neuinfektionen - 48 Prozent mehr als vor einer Woche. Auch die Intensivstationen laufen voll. Deswegen werden nicht nur die Rufe nach bundesweiter 2G-Regel laut, sondern mittlerweile wird auch wieder ein echter Lockdown ins Spiel gebracht.


Eine Gruppe um die Corona-Experten Viola Priesemann, Sandra Ciesek und Leif Erik Sander hat ein entsprechendes Positionspapier verfasst. Ein solcher Lockdown könne beispielsweise zwei Wochen dauern und müsse langfristig vorbereitet werden, um die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen abzufedern, wie es in dem Text heißt.