• Silke Rech

#Muttertag: Woher kommt der Tag eigentlich?

Morgen ist Muttertag – der Ehrentag für alle Mütter. Der Tag wurde nicht eingeführt, um den Handel zu stärken und kommt auch nicht aus der Nazizeit. Sondern es begann weit vorher.




Schon bei den alten Griechen gab es ein Fest zu Ehren der Mutter des Gottes Zeus. Auch im 13. Jahrhundert wurde durch Heinrich III. der „Mothering Day“ eingeführt. Bei dem gedachten Christen allerdings der „Mutter Kirche“. Napoleon wollte ebenfalls einen Tag zu Ehren der Mütter einführen, wozu es allerdings nicht kam.


Der Muttertag wie wir ihn heute feiern, hat seinen Ursprung in den USA im Jahre 1872. Die bekannte Vertreterin der Frauenbewegung Julia Ward Howe forderte einen Tag den Müttern zu widmen, damit sie für ihre Mühen geehrt würden. Die Forderung wurde zwar nicht erfüllt, allerdings konnte sich die US-amerikanische Frauenrechtlerin Anna Jarvis durchsetzen. Seit 1914 ist der Muttertag in den USA anerkannt. Der Kongress erklärte den zweiten Sonntag im Mai zum Muttertag. England zog nach, ebenso in den Folgejahren die Schweiz, Norwegen und Schweden. In Deutschland wurde der Muttertag 1922 anerkannt.


Von den Nazis wurde der Tag missbraucht und im Jahr 1933 zum „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ umbenannt. Das Mutterbild war reine Propaganda.


Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Muttertag wieder in seiner ursprünglichen Form in den westlichen Ländern eingeführt. In der DDR und den Staaten des Ostblocks wurde er zum Internationalen Frauentag.


Und jetzt nicht vergessen: Morgen ist der zweite Sonntag im Mai, also noch schnell ein Geschenk für die Mama besorgen! Und da in diesem Jahr alles anders ist – wie wäre es morgen mit einer schönen Videokonferenz, in der man einfach mal „Danke“ sagt?