#SelfieIdent bei der Bundesagentur für Arbeit

In Sachsen-Anhalt und Thüringen wird ab Juli das neue Selfie-Ident-Verfahren eingeführt. Das neue Online-Werkzeug steht Kundinnen und Kunden der Arbeitsagenturen als freiwillige Identifikationsmöglichkeit zur Verfügung, die ihre Arbeitslosmeldung in der Corona-Zeit nicht persönlich vornehmen konnten.



Normalerweise ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass man sich persönlich bei der zuständigen Agentur für Arbeit arbeitslos melden muss, um den Anspruch auf Arbeitslosengeld geltend zu machen. In der Zeit der Pandemie kann dies ausnahmsweise auch telefonisch oder online geschehen. Die Identitätsprüfung muss aber in jedem Fall nachgeholt werden.


Da nach wie vor persönliche Vorsprachen so gering wie möglich gehalten werden sollen, bietet die Bundesagentur für Arbeit (BA) daher befristet bis zum 30. September 2020 das sogenannte „Selfie-Ident-Verfahren“ für Kundinnen und Kunden der Arbeitsagenturen an. Damit kann die notwendige Identifikation ohne persönliches Erscheinen über Handy oder Tablet geschehen.


Alle Kundinnen und Kunden, die das Verfahren nutzen können, bekommen ein Schreiben mit einem QR-Code.


Wichtig! Alle, für die dieses Verfahren möglich ist, bekommen bis Ende Juli ein entsprechendes Schreiben, in dem das Selfie-Ident-Verfahren angeboten und erklärt wird. Betroffene müssen also erst aktiv werden, wenn sie angeschrieben werden.


Schutz der persönlichen Daten garantiert

„Das neue Verfahren ermöglicht es Kundinnen und Kunden, rund um die Uhr und ohne persönliches Erscheinen in der Dienststelle ihre Identifizierung nachzuholen. Der Schutz der personenbezogenen Daten hat für die Bundesagentur für Arbeit höchste Priorität. In Kooperation mit unserem Partnerunternehmen garantieren wir eine sichere Verarbeitung der Personendaten," sagt Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen.


Bundesweite Einführung bis Ende Juli


Das Selfie-Ident-Verfahren wird bereits seit Mitte Juni 2020 eingesetzt – zunächst in den Pilot-Arbeitsagenturen Leipzig und München. Von 30.000 angeschriebenen Kunden haben dort schon in der ersten Woche über 5.000 die Möglichkeit der Online-Identifizierung genutzt. Im Laufe des Juli 2020 soll das Verfahren in vier weiteren Schritten in allen Arbeitsagenturen bundesweit zur Verfügung stehen. Sachsen-Anhalt und Thüringen gehört zur ersten Umsetzungswelle.


Das Angebot, am Selfie-Ident-Verfahren teilzunehmen, ist freiwillig. Sollten sich die Kundinnen und Kunden dagegen entscheiden, erhalten sie zu einem späteren Zeitpunkt einen Brief, um sich auf herkömmlichem Weg persönlich in ihrer Agentur für Arbeit zu identifizieren.


Online-Identifizierung erklärt

Foto: Nect.com

Für die Online-Identifizierung brauchen die Kundinnen und Kunden drei Dinge: erstens ein App-fähiges Gerät mit Kamera (Smartphone, Tablet), zweitens eine stabile Internetverbindung und drittens ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) mit holographischem Merkmal. Über den QR-Code auf dem Kundenanschreiben beziehungsweiseüber eine spezielle Internetseite erhalten sie weitere Informationen zum Verfahren.



Quelle: Bundesagentur für Arbeit

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