#Twitter gibt mehr Kontext für Trend-Themen

Der Mikroblogging-Dienst Twitter will künftig bei seinen Trends Tweets anpinnen, die deren Kontext erklären.


Foto: Unsplash // Brett Jordan

Diese repräsentativen Nachrichten sollen User schnell darüber informieren, wieso ein bestimmtes Wort oder ein Begriff auf der Plattform in aller Munde ist. Dadurch müssen Anwender nicht zu lange scrollen, um die Orientierung zu bewahren.


"Schneller Überblick"


"Viele soziale Medien versuchen momentan, ihr eigenes Netzwerk zur Verbreitung von Nachrichten zu verwenden. Bei Twitter sind dafür die Trending Topics wesentlich. Sie machen auf Gespräche im Netz aufmerksam, die für User interessant sind. Durch zusätzliche Informationen erhalten Anwender schneller einen Überblick", sagt Social-Media-Experte Günter Exel.


Laut Twitter soll nicht automatisch jeder Trend einen erklärenden Tweet erhalten. Viele Themen seien selbsterklärend und bräuchten nicht mehr Kontext. Die Nachrichten, die User besser informieren sollen, werden sowohl von menschlichen Moderatoren als auch vom Twitter-Algorithmus ausgewählt, heißt es.


"Mehr Glaubwürdigkeit"


"Twitter-Trends sind anfällig für Manipulation. Es gab in der Vergangenheit schon einige Attacken mit Bots, die Konversationen in eine bestimmte Richtung steuern sollen. Die Sichtung von Inhalten spielt dadurch jetzt eine große Rolle. Die neue Aufbereitung der Tweets sorgt auf der Plattform für mehr Glaubwürdigkeit", erläutert Exel weiter.


Auf der Twitter-App sind die Kontext-Tweets schon ab jetzt zu sehen, auf der Website dagegen werden sie noch erscheinen. Falls ein Tweet nicht ausreicht, um ein Trend-Thema zu erklären, sollen bald auch kurze Erklärungen auf der Plattform folgen. Diese soll das Moderatoren-Team verfassen. Dadurch soll ein klarer und gut recherchierter Kontext zu einem Trend geboten werden.

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